Liebe Freunde, Blogabonnenten und sporadische Mitleser,
den Blog www.danielskleinefarm.de habe ich ursprünglich ins Leben gerufen, um zu dokumentieren, wie ich meinen Traum einer eigenen Alpaka-Herde wahr werden lasse und was man dabei alles erleben kann. Das war im Sommer 2013. Zugegebenermaßen hatte ich zu der Zeit eine aus heutiger Sicht sehr vereinfachte Vorstellung davon, wie man so ein Vorhaben in die Tat umsetzt.

“Du pachtest einfach für nen kleinen Pfennig ein paar Quadratmeter Land in der Nähe, baust da nen Holzverschlag und nen Zaun und es kann losgehen.”

Klare Sache eigentlich, oder?

Mitnichten, denn ich sollte ziemlich schnell feststellen, daß schon der erste Punkt – das Pachten von Land – keine kleine Hürde darstellt. Angefangen hatte ich, die örtlichen Bauern, von denen ich wußte, daß sie Agrarflächen im direkten Umkreis bewirtschaften, anzusprechen. Ich dachte mir: “Frag doch einfach mal nach, bestimmt verpachtet dir jemand eine geeignete Fläche.” Leider erntete ich nur ein müdes Lächeln, als ich vor deren Tür stand und begeistert von meiner Idee erzählte und meine Frage stellte. Was auch immer die Gründe waren, ich bekam nur Absagen.

Davon lies ich mich aber erst Mal nicht weiter beeindrucken, informierte mich weiter über das Thema Alpaka-Haltung, schmiedete Pläne zum Stallbau, suchte mir schon Anbieter für Zaunpfosten und rief eben auch diesen Blog ins Leben. Das bloggen an sich hat mir von Beginn an direkt sehr viel Spaß gemacht. Deswegen fing ich parallel an, über so ziemlich alles zu bloggen, was in dieser Zeit mein Herz bewegt und mein Leben mitbestimmt hat.

Ihr als Leser habt dabei erfahren, wie wir unsere Hühner halten, konntet fast live beim Schlüpfen von süssen Küken dabeisein, habt Mike, die einäugige Henne kennengelernt, seid mit Balou auf Achse gewesen, habt Quadrocopter steigen lassen, habt gemeinsam mit mir Holunderblütensirup und Beerensaft hergestellt. Und während all dies in 2013 passierte:

Die Suche nach dem “Wo?” ging weiter

Nachdem ich mich für eine freie Fläche im angrenzenden Naturschutzgebiet Langeloh interessierte, erhielt ich Kontakt zum Regional Verband Rhein Ruhr (kurz RVR). Trotz allem Wohlwollens und aller Begeisterung für meine Idee konnte mir aber eine Fläche im Naturschutzgebiet nicht zur Verfügung gestellt werden. Im Zuge der Gespräche, die auch vor Ort stattfanden, lernte ich aber auch Mitarbeiter des Grünflächenamtes der Stadt Castrop-Rauxel und des Kreis Recklinghausen kennen. Und siehe da, man bot mir Flächen an, die zu verpachten wären und sogar in unmittelbarer Nähe liegen würden.

Ich war sofort begeistert und sah einen Silberstreif am Horizont. Auf was für eine schier endlose Reise ich mich ab hier begeben würde, war mir damals noch nicht klar. Bis heute habe ich darüber hier auf meinem Blog nicht geschrieben. Ich rede ja lieber über gelegte Eier (*zwinker, *zwinker) anstatt über Ungelegte und deshalb erschien es mir sinnvoll, das Ganze erst dann zu veröffentlichen, wenn es in trockenen Tüchern ist.

Merkt ihr was? Jaaaaa!

Trockene Tücher sind das Stichwort, denn auch wenn sie sich an so mancher Stelle noch etwas klamm anfühlen: Ich habe schlußendlich geeignete Flächen gefunden, diese gepachtet und in wenigen Tagen kommen meine Tiere zu mir nach Castrop-Rauxel. Das ist noch nicht die ganze Geschichte, aber einer Sache könnt ihr euch sicher sein: Ich werd sie euch Stück für Stück erzählen …