Das Warenhaus der guten Dinge Manufactum veranstaltet an seinem Stammhaus in Waltrop jedes Jahr seine Gartentage. Dann dreht sich zwischen Fördermaschinenhalle, Lohnhalle und Waschkaue alles rund um den Garten, begleitet von einem tollen Rahmenprogramm für jung und alt. Auch ich war dieses Jahr als Aussteller eingeladen und durfte an zwei Tagen meine Tiere und mein Projekt vorstellen. Hier mein kleines Gartentagebuch:

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Vorbereitung ist das A und O.

Meine Vorbereitungen für die Gartentage begannen schon einige Tage vorher. Schließlich mußte ich ja gewährleisten, daß es den Tieren an diesen zwei Tagen an nichts mangelt. Für frisches Gras war auf jeden Fall ohne Weiteres bereits gesorgt, die 5 Jungs sollten auf einer Wiese am Rande der Verkausstände platziert werden. So habe ich also sämtliche Heunetze befüllt, alle Führstricke und Leinen sowie diverse andere Utensilien eingepackt. Unter anderem war auch noch ein Sonnensegel als Sonnen- bzw. Witterungsschutz dabei, daß ich seitlich am Hänger befestigen wollte. Nachdem ich dann am Samstag Morgen die Alpakas “verladen” hatte, waren wir startklar: 2 Tage volles Programm mit hoffentlich vielen interessierten Erwachsenen und begeisterten Kindern erwarteten uns.

In Waltrop angekommen waren wir ziemlich schnell startklar. Die anderen Aussteller hatten ja alle Ihre Verkaufsstände mit Waren auszustatten, ich selbst mußt eigentlich nur meine Hängerklappe öffnen und war (fast) fertig :-) Die Einzäunung bestand aus Stellzaunelementen, wie man sie von Konzerten und anderen Veranstaltungen kennt. Diese hatte man mir dankenswerterweise vorher schon hingestellt, sodaß das ganze dann zum Start ungefähr so aussah:

Am Samstag um 11 Uhr ging es dann also los. Die Reihen zwischen den Verkaufsständen füllten sich zusehens mit Besuchern und auch wir waren im Nu umringt von Neugierigen. Wir fühlten uns schon ein bißchen wie eine Attraktion denn viele der Besucher hatten solche Tiere noch nie von so nah gesehen und obwohl wir der einzige Stand der ganzen Veranstaltung waren, an dem man nichts kaufen konnte, waren wir in den ganzen zwei Tagen fast durchgängig umringt von Besuchern. So hatte ich mehr als einmal Gelegenheit von den Tieren und meinem Wanderprojekt zu erzählen sowie Fragen zu Herkunft, Wolle und Haltung zu beantworten.

Ich konnte viele interessante Gespräche führen an diesem Wochenende, wofür ich mich an dieser Stelle bei allen interessierten Besuchern bedanken möchte. Unter Anderen traf ich erfahrene Südamerika-Reisende, die mir aus erster Hand vom Genuss von Alpaka-, Bieber- und Meerschweinchen-Fleisch berichtet haben. Dann war da noch der Schäfer, der mir viele interessante Details über seinen Beruf erzählte und dabei auch unterstrich, wie schwer es heutzutage geworden ist, diesen Berufsstand aufrecht zu erhalten.

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Ganz besonders ins Zeug gelegt hat sich aber unser Metti. Immer wenn einer der Besucher gefragt hat, ob er mal ein Alpaka anfassen kann, trat Metti auf den Plan. Mit seinem hochwertigen, dichten Vlies und seiner ruhigen Art war er der Star der Gartentage. Bereitwillig lies er sich vorführen und ich hatte Gelegenheit, den Besuchern zu zeigen, durch welche Eigenschaften die Qualität eines Alpaka-Vlieses bestimmt wird. Es ging immer ein Raunen durch die Besucher wenn ich das Vlies öffnete und Ihnen die Kräuselung und die Faserlänge zeigt und dazu alles erzählte, was ich bisher darüber gelernt hatte.

Großes Besucherinteresse galt neben dem Vlies auch unseren Wanderungen. Viele Besucher waren ganz überrascht als sie erfuhren, daß es soetwas in Castrop-Rauxel quasi um die Ecke gibt und ich bin gespannt, ob ich den ein oder anderen nochmal zu einer Wanderung begrüßen darf.

Mein Strich drunter:

Alles in Allem waren die Manufactum Gartentage eine tolle Veranstaltung. Als wir Gestern nach Hause kamen waren wir zwar alle ziemlich platt aber eine Einladung zu den Herbsttagen bei Manufactum würden wir nicht abschlagen, dann aber vielleicht zum Winter hin mit echten tollen Alpaka-Wollprodukten wie Mützen, Schals und Socken :-)

Und ganz, ganz übrigens:

Er war auch da: Wicho mit seinem Kaffeefahrrad. Er hat zwei Tage im Akkord gearbeitet, da die Schlange vor seiner Kaffeebar nicht abreißen wollte. Ist aber auch kein Wunder, schmeckt man es seinem italienischen Kaffee schließlich an, daß er mit der Hand und viel Liebe gemacht ist. Und jetzt ratet mal, wer an unserer Eröffnung am 1. Mai für Kaffee sorgt :-)

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