Zunächst erstmal herzlichen Dank an all diejenigen, die dieses Jahr Holunderblütensirup von Daniels kleiner Farm vorbestellt haben. Ich habe mich sehr über die Meldungen gefreut und  direkt ein paar mehr leere Flaschen bestellt als ganz ursprünglich geplant. Dieser Tage haben wir also mit der Ernte und dem Ansatz begonnen. Die ersten Flaschen sind demnach schon fertig. Die Abfüllung dauert noch etwas an. Dies liegt an der begrenzten Menge an großen Töpfen in unserem Haushalt, aber ich gelobe, das “Produktionsverfahren” zu optimieren :-)

Beginnen wir also mit dem Rezept für den Holundersirup. Die Zutatenliste habe ich dieses Jahr geringfügig angepaßt, wir verwenden nun weniger Zitronensäure als im letzten Jahr und haben den Holunderanteil erhöht.

Für 1,5 Liter Wasser benötigt man:

  • 1,5 kg Zucker
  • 2 ungespritzte Zitronen
  • 30g Zitronensäure
  • 25 schneeweiße Holunderdolden in voller Blüte

Alles, außer dem Holunder natürlich, bekommt man im gut sortierten Super- oder Biomarkt. Die Holunderdolden haben wir bei uns im Garten geerntet.

Kurz zur Ernte der Holunderdolden

Ohne aus der Herstellung von Holundersirup eine Wissenschaft machen zu wollen, das Ganze ist nämlich ein recht überschaubarer Vorgang, sollte man doch eines beachten: Je weniger Stiele der Dolden am Ende in den Topf wandern, umso besser und weicher soll der Sirup später schmecken. Daher nimmt man immer 1-2 Dolden an den Blüten und zieht soviel Stiel wie möglich von den Blüten ab.

Die Zubereitung

Zunächst habe ich das Wasser auf dem Herd erhitzt und währenddessen den gesamten Zucker hinzugefügt und ihn durch rühren im Wasser gelöst. Als das Wasser ca. 70° C heiß war, hab ich die Flamme ausgeschaltet und dann die Zitronen, die Zitronensäure und die Holunderblüten dazugegeben und vermengt. Den Topf mit Deckeln habe ich sodann in den Keller gebracht, wo er einige Zeit stehen darf. “In drei Tagen sehen wir uns wieder. Dann hole ich dich aus dem Keller und fülle dich in Flaschen ab.”

Drei Tage später

Unser Holundersirup sollte nun erstmal grob gefiltert werden. Wer gerne Blüten kaut, kann nun sofort zur Abfüllung schreiten, alle anderen würden vielleicht erst noch ein feineres Sieb nehmen und den Rest der Blüten herausfiltern.

Das Ganze wird nun in verschließbare Flaschen oder Gläser abgefüllt. Hier ist es, glaub ich, ein guter Tipp, wenn man die Flasche bis oben hin vollmacht, sodaß beim Verschließen sogar noch etwas überläuft. Damit erreicht man fast ein Vakuum in der Flasche, wovon ich mir eine etwas längere Haltbarkeit verspreche.

Soviel nun von mir zum Thema Holunder, bleibt mir noch zu sagen, daß der Geschmack wirklich ganz besonders gut ist. Empfehlen kann ich übrigens ein Mischverhältnis von 1:10, dann hat man wenig Süße und nimmt den Holundergeschmack sehr hintergründig war. Das macht es für mich zum Lieblings-Sommergetränk.

Ich wünsche allen Vorbestellern viel Spaß mit eurem Holundersirup. In den nächsten Tagen gehen Nachrichten an alle raus und ich habe noch geplant, ein paar leckere Rezepte zu veröffentlichen, was man mit dem Holundersirup noch so alles anstellen kann, wenn man ihn nicht gerade in Hugo verwenden will oder ihn mit Wasser mischen mag. Wer Ideen dazu schon jetzt hat: Teilt sie mir gerne mit, gerne als Kommentar am Ende dieses Beitrags!