Nachdem ich im Frühsommer zwei Beiträge zum Thema „Holunderblütensirup selber machen“ (Teil I und Teil II) geschrieben habe und sowohl die Beiträge als auch die Siruppe (sagt man das so?) ziemlich gut bei euch angekommen sind,

Zutaten

  • 4,5 kg Holunderbeeren ohne Stiel (ergeben ca. 3 L Saft)
  • 1,5 kg Zucker

Darüberhinaus benötigen wir nützliche Gerätschaften:

  • einen großen 10-Liter-Topf
  • einen Wäschekorb als Behälter für die Dolden
  • ein Geschirrtuch und eine Schüssel für das Entsaften
  • einen Trichter und leere Schnappverschlußflaschen oder andere verschließbare Behältnisse

Wie schon bei der Herstellung von Holunderblütensirup steht auch beim Holunderbeerensaft das Ernten der Dolden ganz am Anfang unseres Vorhabens. Schon nach ca. 20 Minuten hatten wir zu zweit einen halben Wäschekorb vollreifer Holunderbeeren mitsamt Stielen. Nachdem wir die Stiele entfernt hatten, blieben ca. 4,5 kg reine Beeren über als Ausgangsmenge. Man sollte darauf achten, nur die wirklich tiefschwarzen Beeren zu verwenden, die noch grünlichen und auch die rötlichen Beeren eignen sich wohl nicht.

Nun jedenfalls ab mit dem Topf voller Beeren auf den Herd, denn: Auch wenn wir die Beeren nicht einkochen wollen sondern Saft herstellen möchten, empfiehlt es sich durch eine Erhitzung über 70 °C eventuelle Keime und Bakterien abzutöten. Holunderbeeren sind von Natur aus (ohne Erhitzung) leicht toxisch und durch das Erhitzen erhöhen wir zusätzlich noch die Haltbarkeit. Nun können wir den Topf abkühlen lassen und bereiten schonmal das Entsaften vor.

Zum Entsaften nutzen wir eine Schüssel, über die wir ein Küchenhandtuch legen und in das Handtuch wird die eben hergestellte Beerenmasse portionsweise eingefüllt. Damit erhalten wir einen feinen roten Saft ohne unnötige schlammige Schwebstoffe. Das Handtuch bündeln wir dann und drehen die Beeren so eng ein, daß der Saft hübsch in die darunterliegende Schüssel fließen kann.

Und wiedereinmal hat sich der Kauf der Ikea-Doppelspüle erneut als sehr sinnvoll erwiesen :-) denn bei dem ganzen Handtuchwringen und Ein- und Umfüllen kann es schon ein wenig spritzen. Daher hier auch noch ein Tipp an alle Besitzer von nicht beschichteten Arbeitsflächen aus Holz:

Ich empfehle dringend, die Holzflächen abzudecken, da Saftspritzer sowohl beim Entsaften als auch beim Abfüllen kaum zu vermeiden sind und der Holundersaft rote Flecken hinterläßt, die nur mit viel Aufwand wieder entfernt werden können.

Zuguterletzt habe ich den Saft erneut erwärmt und die 3 Liter versetzt mit ca. 1,5 kg Zucker. Zu süß meint ihr? Nun, das Ergebnis ist, wenn man es pur trinkt, tatsächlich sehr süß. Dem kann man natürlich durch Verdünnen beim Trinken gut und je nach Geschmack entgegensteuern. Länger haltbar macht er den Saft auf jeden Fall. Übrigens das Erwärmen an dieser Stelle ist nur dazu da, den Zucker leichter zu lösen.

Ich hoffe, ihr hattet ein bißchen Spaß bei der Lektüre meines Beitrags, so wie ich beim Machen und darüber schreiben. Wie man sieht, ist das Ganze recht einfach umzusetzen und das Ergebnis ist superlecker. Probiert es doch selbst mal aus, Holunder ist hierzulande auch im öffentlichen Raum weit verbreitet.

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal :-)
Viele Grüße

Daniel