Wenn du dich mit Alpakas beschäftigst, begegnen dir früher oder später eine Vielzahl von anderen Tiergattungen und Unterarten, die irgendwie mit dem Alpaka zu tun haben. Schnell entsteht dabei aber auch Verwirrung, was nun zu wem gehört. Räumen wir also mal damit auf:

Vikunja

Vikunja

Seit einer DNA-Untersuchung aus dem Jahre 2001 steht fest: Die Wildform und damit der Vorfahre des Alpakas ist das Vikunja. Deswegen ist der Wissenschaftliche Name des Alpakas seitdem nicht wie zuvor Lama Pacos sondern Vikunja Pacos. Vikunjas leben heute noch wild in den Weiten der Anden in Höhen zwischen 3500 und 5500 Metern und sind deutlich seltener als Alpakas. Seine Kopfrumpflänge beträgt 150 Zentimeter, die Schulterhöhe 100 Zentimeter, das Gewicht 50 Kilogramm. Es ist oberseits hellbraun und unterseits weißlich. Eine anatomische Besonderheit sind die unteren Schneidezähne, die wie bei Nagetieren ständig nachwachsen. Das Fell ist wesentlich feiner als das verwandter Arten und so dicht, dass es wie eine Isolierschicht gegen die Kälte wirkt. Wie das Guanako lebt das Vikunja in territorialen Familienverbänden, die von je einem Männchen geführt werden. Daneben gibt es Junggesellentrupps (Männchen, die wegen ihres jungen Alters noch kein Territorium verteidigen können) und solitäre alte Männchen (die durch jüngere Männchen von ihren Verbänden vertrieben wurden).

Guanako

Guanakos

Das Guanako (Lama guanicoe) ist ebenfalls eine wildlebende Art und wird nach neuesten Erkenntnissen als der Vorfahr und die Wildart des Lamas angesehen. Es lebt vor allem im westlichen und südlichen Südamerika. Guanakos erreichen eine Kopfrumpflänge von 120 bis 220 Zentimetern, eine Schulterhöhe von 120 Zentimetern und ein Gewicht von 100 bis 120 Kilogramm. Das Fell ist wollig und dicht; seine Farbe ist oberseits hellbraun und unterseits weiß, das Gesicht ist oft schwarz gefärbt. Wie alle Kamele sind sie durch relativ langgestreckte, schlanke Beine, einen langen, dünnen Hals und einen kleinen Kopf charakterisiert.

Lama

LamaDas Lama (Lama glama) ist eine Art der Kamele und gehört zusammen mit dem Alpaka zu den Neuweltkameliden. Das Lama stammt eindeutig vom Guanako ab. Lamas erreichen eine Schulterhöhe von 110 bis 130 cm, manchmal sogar auch bis 140 cm und ein Gewicht von 120 bis 150 kg. Im Gegensatz zu den Altweltkamelen (Dromedar und Trampeltier) haben Lamas (und auch Alpakas) keinen Höcker. Wie bei den meisten Haustieren ist auch beim Lama die Farbe sehr variabel. Es gibt einfarbig weiße, braune und schwarze Lamas sowie solche, die in diesen Farben gefleckt oder sonstwie gemustert sind. Auch gepunktete Lamas kommen vor. Wie Altweltkamele haben Lamas an den Füßen Sohlenpolster (Tylopoden), und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich.

Huacaya und Suri Alpakas

vergleichEs gibt zwei Alpakatypen, das Huacaya (links im Bild) und das Suri. Sie unterscheiden sich in der Struktur ihrer Faser: Das Huacaya-Alpaka hat eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser und einige Grannenhaare (Deckhaare), die möglichst fein sein sollten. Das Suri-Alpaka hingegen hat keine Kräuselung in der Faser, das Haar bildet gelockte, gerade Strähnen, die am Tier herabhängen. Dadurch wirken Suris oft schmaler als Huacayas. Übrigens: All meine Alpakas sind? Richtig: Huacayas.

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