Ganz allgemein gesprochen ist der Antwerpener Bartzwerg eine Zierhuhnrasse. Wer Einzelheiten zu diesen ulkigen Zeitgenossen erfahren möchte, dem sei zum Einstieg der Wikipedia-Eintrag ans Herz gelegt. Dort heißt es unter Anderem:

Der Antwerpener Bartzwerg ist eine in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Belgien erzüchtete bzw. rassisch veredelte Haushuhnrasse. Diese weltweit verbreitete Rasse existiert nur als Zwergform. Eine Großform existiert nicht.
Quelle: wikipedia.de

Wenn ihr euch jetzt fragt, was das mit unseren Hühnern zu tun hat:
Ich bin mal durch einen Hühnertausch mit unserem Nachbarn an einen kleinen Bartzwerg-Hahn gekommen, dem ich dann von einem Züchter zwei Bartzwerg-Damen besorgt hab, damit er unter Artgenossen ist. Leider wurden durch einen Raubvogel-Angriff sowohl der Hahn als auch eine Henne getötet, sodaß nunmehr eine Henne übriggeblieben ist.

Diese kleine Bartzwerg-Henne hat jedenfalls ein Techtelmechtel mit unserem ausgewachsenen Haushahn begonnen. So wußte ich, das mindestens 2 oder 3 der Küken, die ich vor einigen Wochen aufzuziehen begann, von dieser Liaison stammen mußten. Mittlerweile hat sich herausgestellt, daß sich Haushuhn und Antwerpener Bartzwerg wohl auch problemlos kreuzen lassen.

Dazu sei gesagt, daß ich nicht wirklich Züchterambitionen habe. Genetische Reinheit und Klasse sind mir bei meiner Hühnerhaltung eher unwichtig. So wird man mich zum Beispiel wohl kaum auf irgendwelchen Hühnerschauen antreffen. Hauptsache es geht den Tieren gut, den Tiere, die sich wohlfühlen, legen gut und gerne Eier, und darum ging es uns ganz ursprünglich. Am Liebsten würde ich das Ganze einfach der Natur überlassen. Da wir aber in der Vergangenheit immer wieder Verluste durch Raubvögel zu Beklagen hatten und die Hühner nicht selber glucken, haben wir die Aufzucht von Nachwuchs selbst in die Hand genommen.

Ich finde jedenfalls, das Antwerpener Bartzwerge vor allem durch ihr interessiertes und angenehmes Verhalten auffallen, und mich durch Ihre Drolligkeit immer wieder begeistern. Und man darf ganz gespannt sein, wie sich die Kreuzungen entwickeln. Von denen übrigens, habe ich heute einige Fotos gemacht, die ich euch Morgen posten werde. Und ich kann euch jetzt schon sagen: Im Gegensatz zu einem meiner ersten Beiträge über die Küken hat sich Einiges getan :-)