Seit dem wir uns mit Alpakas beschäftigen, begegnet uns immer wieder das sogenannte “Alpaka Gold”. Die getrockneten Ausscheidungen von Alpakas sollen angeblich hervorragende Düngeeigenschaften besitzen und zu den besten Bio-Naturdüngern gehören, die auf unserem Planeten zu finden sind. Doch stimmt das auch? Und was genau ist es, was Alpaka-Dung ausmacht? Antworten dazu findet ihr in diesem Beitrag.

N, P, und K: Das Alphabet des Düngens

Ohne vermeintlich neue Weisheiten über Dünger verbreiten zu wollen: die Qualität von Natürdünger und auch Dünger im Allgemeinen wird bestimmt durch seine Hauptbestandteile Stickstoff (Chemisches Zeichen N), Phospat (P) und Kalium (K). Dabei ist für richtige Düngung wichtig, das Verhältnis der Bestandteile zur Gesamtmenge aber auch zueinander zu berücksichtigen und die Art und Menge der Düngung darauf abzustimmen.

Das schreiben Andere über Alpaka-Kot als Naturdünger

“Die Nährstoff-Gehalte des Alpaka-Kots liegen deutlich über denen anderer Wirtschaftsdünger (z.B. Kot von Huhn, Pferd, Schaf, Rind und Schwein. Der Wassergehalt ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftsdüngern niedrig.”
AGROFOR Consulting&Products
“Alpakakot, bekannt als  „Alpaka Gold“ oder in der Alpaka-Zucht liebevoll als “Green Beans“ bezeichnet, ist einer der besten Natur-Dünger auf dem heutigen Markt. “
Familie Schneidhofer von Alpaka Erlebnis, Österreich
“Der Dünger ist unseres Erachtens vergleichbar mit dem teuren Guano; es gibt nur noch nicht so viele Studien. Wir sind überzeugt, dass Alpaka Dünger ein sehr wertvoller Naturdünger ist.”
Andreas Kuhn, Alpaka Dreams, Züchter

Wie gut ist denn Alpaka-Dung im Vergleich zu anderen tierischen Naturdüngern?

Eines steht Fest: Alpaka-Dung braucht sich nicht hinter anderen Natürdüngern zu verstecken und gilt als einer der besten Dünger überhaupt. Wer mit Alpaka-Dung seine Beete, Balkonkästen und Zimmerpflanzen düngt, darf sich über einen Haufen Vorteile freuen:

  • Hohe Anteile von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium(K)
  • Der Wassergehalt ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftsdüngern niedrig
  • Absolut reiner Bio-Dünger ohne Zusätze von Chemikalien
  • Kein Verbrennen der Pflanzen und Blüten wie bei Hühner- und Taubenkot
  • Alpaka-Dung ist sehr geruchsarm im Vergleich und eignet sich somit sogar für den Einsatz auf Balkon und Fensterbank
  • Enthält keine Fremdsamen aufgrund des erstaunlich effizienten Verdauungssystems der Alpakas
  • Wegen der natürlichen Olivenform optimal portinierbar
  • Hoher Anteil von pflanzenverfügbarem Phosphor

Viel hilft viel? Sicher nicht!

Zum Thema “Richtig düngen” gibt es im Internet einen Haufen Informationsquellen. Taucht man in dieses Thema tiefer ein, kommt man schnell zu der Erkenntnis, daß bei der Wahl des richtigen Düngers und dessen Menge einerseits die Art der Pflanzung eine Rolle spielt, da nicht alle Pflanzen gleichen Anspruch an die Grundbestandteile des Düngers haben, andererseits aber auch Kenntnis über die bereits im Boden existierende Nährstoffzusammensetzung relevant ist. Was fehlt meinem Boden denn oder wieviel Nährstoffe welcher Art bringt er schon reichlich mit? Hier kann eine Bodenanalyse helfen. Mit den Ergebnissen einer Bodenanalyse kann man gezielt seinen Dünger aussuchen und die Nährstoffzusammensetzung optimal ausrichten.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet einen solchen Service an. In Ihrem Artikel “Wie dünge ich meinen Hausgarten richtig” stehen viele interessante Infos aus erster Hand.

Mein Fazit.

Alpaka-Kot verdient vielleicht den Namen “Bester Naturdünger der Welt”. Aber wie bei jedem anderen Dünger auch, sind verschiedene Dinge zu beachten, sonst liefern Dünger selten die gewünschten Ergebnisse. Eine gute Kenntnis vom eigenen Boden ist sehr hilfreich. Deswegen ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen zu ermitteln, welche Stoffe der eigene Boden aktuell braucht und die Düngung darauf abzustimmen.